Hilfreiche Beschäftigung im Jugendgefängis

Die Jugendlichen stellen Ihre Kunstwerke aus, verkaufen diese und erwirtschaften sich somit etwas Geld, um im Gefängnis dringend etwas Bargeld zu haben.

Fotos: khaima

Wir sind als zwei Mitarbeiter von khaima (Prshang und Sundis).

 

Am Anfang möchte ich khaima und dem Vorstand meinen Dank aussprechen, der uns bei der Arbeit mit Jugendlichen unterstützt hat, und es gibt eine grosse Lücke, die ich füllen muss. Ich kann sagen, dass wir diese Lücke nicht alleine füllen können, aber wir haben unser Bestes gegeben, was wir tun können, um ihnen zu helfen und für sie da zu sein, dabei zu sein und den Geschichten zuzuhören, von denen niemand gehört hat, dass sie mit jemand anderem gesprochen haben, der ihnen hilft, sich selbst zu helfen Behandlung ihrer psychischen Störung durch die Techniken, die wir mit unseren deutschen Dozenten am Institut für Psychotherapie und Psychotraumatologie lernen.

 

Wir sind zwei weibliche Mitarbeiterinnen von khaima und arbeiten Psychotherapeuten seit April 2018 im Jugendgefängnis für junge Frauen und Jugendliche (bis 20j).

 

Es sind etwa zehn Monate, in denen wir zweimal in einer Woche dorthin gehen. Wir schreiben Ihnen diesen Bericht, um zu erwähnen, was wir im Gefängnis tun.

 

Einzelne Sitzungen

Aufgrund psychischer Instabilität und auf deren Wunsch führen wir in beiden Teilen Einzelsitzungen mit ihnen durch, weil Jugendliche zwei Teile einer Frauenabteilung und einer Jungen-Jugendabteilung vereinen:

 

Anzahl der Fälle von Prshang Omer

In der Jungen-Abteilung habe ich neun Patienten zur Einzelsitzung in diesen neun drei gesehen, die entlassen wurden und jetzt gehe ich wöchentlich sechs meiner Fälle nach.

In der Frauenabteilung gehen wir jede Woche für einen Tag. Ich habe 8 Fälle für die Einzelsitzung genommen. Ich verfolge jetzt 5 von ihnen, und drei davon bekamen Freiheit und verliessen das Gefängnis.

 

Anzahl der Fälle von Sondis Sabri

 

In der Jungen-Abteilung übernahm sie zehn Jugendliche. Drei von ihnen bekamen inzwischen die Freiheit  und sie kümmert sich jetzt um sieben.

In der Frauenabteilung hat sie seit Beginn zwölf Frauen, sechs von ihnen bekamen die Freiheit, und sie kümmert sich jetzt um sechs von ihnen.

 

Eine andere Aktivität, die wir durchführen, ist Gruppentherapie und Bewusstsein für sie

In der Jungen-Abteilung haben wir drei Gruppentherapien zu diesen Themen durchgeführt:

  • Mit schlechten Freunden zusammenarbeiten
  • Selbstkontrolle
  • positive Ereignisse im Leben geben Hoffnung, dass wir auch Positives haben

In der Frauenabteilung führten wir fünf Gruppendiskussionen mit ihnen:

  • Bewältigungsmechanismus
  • Selbstvertrauen
  • Emotionaler Raum
  • Überzeugend für das, was sie nicht versucht haben, Dinge illegal zu bekommen, akzeptieren, was sie haben
  • Grenzen im Verhältnis zum anderen Geschlecht.

Hinweis: Wir werden in naher Zukunft versuchen, weitere Gruppentherapie- und Bewusstseinsmassnahmen durchzuführen.

 

Eine weitere wichtige Aktivität oder ein Projekt, das wir durchgeführt haben, war die Verbesserung ihrer Handarbeit. Sie hatten bereits handgefertigte Materialien hergestellt, aber es gab niemanden, der sie unterstützte und ihnen ausreichend Material zur Verfügung stellte. Auch

der Verkauf der Materialien war für sie schwer im Gefängnis, also entschied ich mich dafür Finanzielle Unterstützung durch und Organisation und ein handgemachtes Projekt mit ihnen, schliesslich hat uns khaima unterstützt, und wir schätzen diese Unterstützung, weil sie für sie sehr wichtig war, da viele von ihnen keine Besucher haben und eine finanzielle Unterstützung wünschen, um ihre Bedürfnisse zu erfüllen .

Das Ziel dieser Ausstellung war hauptsächlich das

  • Für diejenigen, die keine Besucher haben, um sie finanziell zu unterstützen
  • Auch für den Verkauf von Dingen, die sie bereits gemacht haben, weil sie es nicht viel im Gefängnis verkaufen konnten.
  • Dies wird eine Quelle sein, um sie psychisch zu beruhigen.
  • Ihre Talente verbessern und ihnen zeigen, dass dies ein Job für ihre Zukunft sein kann.

Nachdem Khaima finanziell unterstützt wurde, kaufte ich viele Materialien, die sie brauchten, und sie begannen zu arbeiten und machten wunderbare Dinge, die alles für eine Ausstellung bereit sind. Die geplante Ausstellung wird am 18. und 19. Dezember in der Duhok University stattfinden. Die Auswirkungen dieser Ausstellung sind finanziell für sie und sie hatten psychologische Auswirkungen auf sie. Sie erwähnten, dass sie sich während der Arbeit glücklich fühlten und ihr Schlaf sich besserte, dass sie glücklicher waren, weil sie zu viel freie Zeit zum Nachdenken hatten, aber nach dieser Arbeit konzentrierten sie sich darauf Ihr handgefertigter Job war ein weiterer Vorteil dieses Projekts.

 

Und dies ist eine Ehre für khaima, und wir sind sehr glücklich, dass wir das für sie tun, denn unsere Anwesenheit für sie ist viel, sagen sie, nachdem wir zu den Sitzungen gekommen sind, sind wir psychologisch besser und Dinge, die ihnen vorher niemandem erzählt hat das heisst, sie vertrauen uns.

We are as two member staff of Khaima (Prshang and Sundis).

 

At the beginning I want to express my gratitude for you to Khaima and the Board who supported us to go and work with juveniles and there is a huge gap which needed to be filled I can say we can’t fill this gap alone but we tried our best what we can do to help them and be there for them, be there and listen to the stories which never heard to talked about with anyone else helping them to help themselves and treating their psychological disorder by the techniques we learn with our German lecturers at the institute of psychotherapy and Psychotraumatology.

 

We are as two female member staff of Khaima as psychotherapists work in the Juvenile reformatory of Women and Boys since April 2018 it’s about ten month we go there twice in a week, we write you this report to mention what we do in the jail.

 

Individual sessions

As a result of psychological instability and upon their request we do individual sessions with them in both of the parts because juvenile combine two parts women department and boys teenager department:

 

Number of cases of Prshang Omer

 

In boys department since we started in boys department I have seen 9 nine patients for individual session in these nine three of them got freedom and now I follow up six of my cases weekly.

 

In women department in women department each week one day we go for them too I have taken 8 cases for individual session I follow up 5 of them now and three  got freedom and left jail.

 

Number of cases of Sondis Sabri

 

In boys department in boys department she took 10 the boys three of them got    freedom and she follows up seven of them now.

In women department she have twelve patients in women department since we   started, six of them got freedom six of them are available now and she follows them up weekly.

 

Another activity that we do is group therapy and awareness for them

In boys department we did three group therapies about these topics:

  • Engaging with bad friends
  • Self-control
  • positive events in life giving hope that we have positives also 

In women department we did five group discussions with them:

  • Coping mechanism
  • Self confidence
  • Emotional space
  • Convincing for the thing they have not trying getting things illegally, accepting what they have
  • Boarders in having relationship with the opposite gender.

Note: We will try to do more group therapy and awareness’s in near future.

 

Another important activity or Project that we did was planning to improve their handmade they were already making handmade materials but there were no one to support them and to give them enough materials also selling the materials was hard for them inside prison, so I decided to get financial support from and organization and do a handmade project with them, finally Khaima supported us and we appreciate that support because it was really important for them, because many of them don’t have visitors and they want a financial support to provide their needs with,

The aim of this exhibition was mainly for that

  • For those who don’t have visitors to be a financial support for them
  • Also for selling things they made already because they couldn’t sell it in prison very much of it.
  • this will be a source to calm them psychologically.
  • To improve their talents and showing them that this can be a job for their future.

After Khaima financially supported I bought many materials which they needed and they started working and they made wonderful things everything is ready for exhibition and as planed exhibition will take place in Duhok University on 18-19 of December. The impact of this exhibition is financially for them also it had psychological impact on them they mentioned they fell happy while they work and their sleep got better they are more happier because before they had too much free time to think but after this work they concentrate of their handmade job this was another benefit of this project.

 

And this is an honor to Khaima and we are very happy that we do this for them because our presence for them is a lot they say after we come to sessions we are better psychologically and things they didn’t told anyone before they tell us so this mean they trust us.


Jetzt kann ich ein Schmetterling werden…now i can become a butterfly

Die neue Spieltherapeutin Wareen zusammen mit zwei Kindern, die mit Fingerpuppen eine Szene nachspielen.

Wareen, the new play therapist togehter with two childern, playing with finger puppets.

Alle Fotos / all pictures:

khaima

Es war eine gute Idee, zusätzlich zu den beiden Psychologinnen noch eine Spieltherapeutin anzustellen.

 

Von Andreas Goerlich, Projektleiter vor Ort

 

Das Kinder Trauma Project (KTP) in Sharya für überlebende Kinder, die ISIS und ihre Gräueltaten mit eigenen Augen ansehen mussten, ist ein ganz spezielles und dringend notwendiges Projekt.

 

Sie spielen und singen wie alle anderen Kinder. Sie streiten und erobern den Garten wie europäische Jugendliche. Doch wenn Wareen ihnen eine Aufgabe gibt, dann spüren sie plötzlich die Last der Vergangenheit. Für Chazwan wird die Wolke, die er zeichnet, zum Alptraum: "Genauso sah der Himmel aus, als sie mit ihren Pick up Autos Richtung Sindjar City fuhren", sagt der 10jährige Jeside. Eine seiner Schwestern ist noch immer in IS Gewalt. Im KTP hat er zum ersten Mal erzählt.

 

Rawana schüttelt es, als sie aus Stoff «Fliegen» basteln sollen. "Wir waren bei einer Hochzeit, als die IS-Männer kamen. Ich kann keine Fliege basteln, bitte…"

 

Sharya liegt 15km von Dohuk entfernt. Es ist ein Ort, der seit langem jesidisch geprägt ist. Doch die meisten Einwohner (im Camp und Dorf) kommen aus den Gebieten des Sindjargebirges. Nimmt man all die traumatischen Erfahrungen zusammen, müsste jeden Augenblick eine Bombe explodieren.

 

Warum ein Kinderprojekt?

 

Warum hat khaima zusammen mit ZAROK und EDGE für Kinder ein Projekt lanciert, wo doch viele Witwen oder überlebende gefolterte Männer am Ort leben?

 

Die Eltern haben Projekte und das ist wichtig. Aber ihre ganzen Gedanken und ihr Leben spielt sich in der Bewältigung ihres Traumas ab. Für Kinder und ihre Bedürfnisse bleibt keine Zeit. Aber die Kinder mussten mit eigenen Augen ansehen, wie ein Nachbarskind vor ihren Augen erschossen wurde: Zwei IS Soldaten hielten ihre Augen gewaltsam auf. Ein anderes Mädchen liess sich in Raqqa die Haare schneiden, um auf dem Sklavenmarkt (in dreckigen Kleidern) als unattraktiver Junge durchzugehen. So entging sie den Vergewaltigungen, die ihre gleichaltrigen Freundinnen erlebten. 12jährige Mädchen waren für die Terroristen «am lustvollsten». Wer hilft ihnen, wenn die Eltern mit ihrer eigenen Lebensgeschichte so stark beschäftigt sind? Unser Projekt war doppelt ausgebucht, als wir die Abklärungen vornahmen. Mit ZAROK gelang es, zwei Projekte für drei Monate zu ermöglichen.

 

Ich werde ein Schmetterling

 

Adana ist begeistert von Wareen, der Spieltherapeutin. Nach ersten Tränen und der guten Begleitung durch die Psychologin konnte Adana den Wandel von der Raupe zum Schmetterling in Gedanken und Bildern starten: "Zuerst fühlte ich mich so schmutzig, nach all dem, was sie mir und meiner Familie angetan haben. Ich fühlte mich wie eine hässliche Raupe. Aber jetzt kann ich vielleicht ein Schmetterling werden"…

It was a good idea to hire a play therapist in addition to the two psychologists.

 

 

From Andreas Goerlich, Local manager

 

The Children's Trauma Project (CTP) in Sharya for surviving children who saw ISIS and their atrocities with their own eyes is a very special and much-needed project.

 

They play and sing like all other children. They argue and conquer the garden like European teenagers. But when Wareen gives them a task, they suddenly feel the burden of the past. For Chazwan, the cloud he draws becomes a nightmare: "That's what the sky looked like when they drove their pickup cars to Sindjar City", says the 10-year-old Yazid. One of his sisters is still in IS captivity. He told for the first time about that in the CTP.

 

 

 

Rawana shakes as they make cloth "flies". "We were at a wedding when the IS men came. I can not make a fly, please...

 

 

Sharya is located 15km from Dohuk. It is a place that has been Yesidic already for a long time. But most inhabitants (in the camp and village) come from the areas of the Sindjar mountains. If you take all the traumatic experiences together, you mean, that every moment a bomb would explode.

 

 

Why a children's project?

 

Why did Khaima, together with ZAROK and EDGE, launch a project for children where many widows or surviving tortured men live in the village?

 

The parents have projects and that's important. But all her thoughts and her life are in coping with her trauma. There is no time for children and their needs. But the children had to manage for themselves for example, how a neighbor's child was shot in front of their eyes: Two IS soldiers kept their eyes open forcibly. Another girl had her hair cut in Raqqa to go through the slave market (in dirty clothes) as an unattractive boy. So she escaped the rapes experienced by her girlfriends of the same age. 12-year-old girls were "most pleasurable" for the terrorists. Who helps them when parents are so busy with their own life story? Our project was double booked when we made the assessment. With ZAROK, luckily two projects can be completed for three months.

 

 

 

 

 

 

Maybe I will become a butterfly

 

Adana is excited about Wareen, the play therapist. After the first tears and the psychologist's good company, Adana was able to start the transition from caterpillar to butterfly in thoughts and pictures: "At first I felt so dirty, after all that they did to me and my family. I felt like an ugly caterpillar. But now maybe I can become a butterfly"...


Hier kann man sich die Zähne ausbeissen - here you can bite your teeth!

Um mit den Männern ins Gespräch zu kommen, werden zusammen mit Dayka Yara, der sogenannten «mother of peshmerga», kleine Geschenke vorbereitet. (Duschmittel, Seife usw.)

To get into conversation with the soldiers, little presents are being prepared together with Dayka Yara, "mother of peshmerga". (Shower, soap, etc.)

Der General Sheikh Lqman (ganz rechts) hilft selbst beim Verteilen mit.

General Sheikh Lqman (far right) helps with distribution.

Im Gespräch an einem der unzähligen Checkpoints in Bashiqa.

Talking at one of the countless checkpoints in Bashiqa.

Empfang bei General Ba Bakr (in Kurdenkostüm, dritter von Links) am Fesh Habour checkpoint.

Alle Bilder: khaima

Welcome at General Ba Bakr (in Kurdish costume, third from left) at the Fesh Habour checkpoint.

All pictures: khaima

Interreligiöse Gespräche an Peshmerga Grenzposten

 

von Andreas Goerlich, Projektleiter vor Ort

 

Als Einsatzleiter einer Organisation hat man natürlich oft die Tendenz, nur über die Erfolgserlebnisse zu berichten. Die anderen Ereignisse nimmt man in Kauf. Die folgende Erfahrung stimmt nachdenklich…

 

Seit dem Referendum am 25.9. 2017 ist alles anders: Die so siegesgewissen Kurd/Innen finden seither aus dem irakischen Druck und der internationalen Interesselosigkeit nicht mehr heraus.

93 Prozent hatten für ein unabhängiges Land vom Irak gestimmt, die internationale Gemeinschaft folgte nicht, aus Angst, die Kurden im Iran, Aserbeidschan, Syrien und der Türkei könnten dieselben Bestrebungen haben.

So vermochte die irakische Armee (nach der Eroberung Mossuls noch immer im Norden vertreten), verstärkt durch die iranische «Volksmobilisierung» (Hashd ash shabi) und die libanesische Hisbollah das kurdische Gebiet im Nordirak in die Knie zwingen: der Flughafen Erbil ist noch immer geschlossen, die Türkei hat jegliche Bankgeschäfte mit Kurdistan verboten und das grosse Kurdistan ist auf ein Gebiet vor 2003 zusammengeschrumpft. Wer nach Mossul will, ins Sindjargebirge oder ausreisen, braucht ein irakisches Visum, persönlich abzuholen in Bagdad oder Mossul, nur jeweils 1 Monat gültig für alle Hilfsorganisationen.

Hilfe im Sindjargebirge ist kaum noch möglich, selbst das ICRC erhält nicht einmal Antwort aus Bagdad. Die Hilfe in Mossul ist ebenfalls schwierig und wird behindert durch neue Gesetze und an die 25 Checkpoints von Dohuk bis Mossul.

 

Am schlimmsten sieht es mit den Soldaten aus: alle haben sich positioniert, irakische Armee, Hashd ash shabi und die kurdischen Peshmerga. Viele Tote haben Verbitterung gebracht, Hass und Misstrauen.

Obwohl sich Kurdistan so viele Soldaten an der «Grenze» gar nicht finanziell leisten kann, wurde der Lohn einfach gedrittelt und noch immer Verteidigung auf hohem Niveau propagiert. Obwohl es gar nichts zu verteidigen gibt, alles ist ruhig.

 

khaima als schweizerische Hilfsorganisation mit dem Ziel, auch das Zusammenleben und den Dialog zwischen den Religionen zu fördern, startete also den Versuch, die Peshmerga Grenzposten zu besuchen, ins Gespräch zu kommen und auch die Generäle zu einer Äusserung zu bewegen. Ein Hilfspaket für die Soldaten öffnet die Münder.

Fazit: Es ist zum «Zähne ausbeissen». Sowohl die Generäle Ba Bakr und Sheikh Luqman machten klar, dass ein «runder Tisch mit dem Iran und Bagdad» ausser Reichweite sei. Und zu tief sitzen die Wunden auch bei den Soldaten: sie haben gute Freunde, Brüder, Verwandte im Oktober bei den schlimmen Angriffen verloren. Und doch: Niemand hat eine Alternative zu einem runden Tisch. Die Generäle schieben den Ball den Politikern zu; die meinen, der Rat der Generäle sei entscheidend.

Vielleicht kann die Schweiz ihre Vermittlungsdienste auch hier nützlich einsetzen…khaima wird weiterhin Besuche und Gespräche starten…

Interreligious talks at Peshmerga border post

 

From Andreas Goerlich, Local manager

 

Of course, as the head of an organization, there is often a tendency to report only on the success stories. The other events are accepted.

The following experience is thoughtful ...

 

Since the referendum on 25.9. everything is different: Since then, the Kurds who are so confident in their victory have not found their way out of Iraqi pressure and international disinterestedness.

 

93 percent had voted for an independent country from Iraq, the international community did not follow, fearing that the Kurds in Iran, Azerbaijan, Syria and Turkey could have the same ambitions.

 

Thus, the Iraqi army (after the conquest of Mosul still represented in the north), reinforced by the Iranian "popular mobilization" (Hashd ash shabi) and the Lebanese Hezbollah could bring the Kurdish area in northern Iraq to its knees: The Erbil airport is still closed Turkey has banned all banking business with Kurdistan and Kurdistan has shrunk to a pre-2003 area. Anyone who wants to go to Mosul, to the Sindjar mountains or leave the country needs an Iraqi visa to personally pick up in Baghdad or Mosul, only valid for one month at a time for all relief organizations.

 

Help in the Sindjar mountains is hardly possible, even the ICRC does not even receive an answer from Baghdad. The help in Mosul is also difficult and hampered by new laws and the 25 checkpoints from Dohuk to Mosul.

 

The worst thing is with the soldiers: All have positioned themselves, Iraqi army, Hashd ash shabi and the Kurdish Peshmerga. Many dead have brought bitterness, hatred and mistrust.

 

Although Kurdistan cannot afford so many soldiers on the "border" at all, the wage was simply cut in thirds and defense is still being propagated at a high level. Although there is nothing to defend, everything is quiet.

khaima as a Swiss aid organization with the aim to promote the coexistence and the dialogue between the religions, therefore started the attempt to visit the Peshmerga border post, to get into the conversation and also to move the generals to a statement. An aid package for the soldiers opens the mouths.

 

Conclusion: It is to bite the teeth. Generals Ba Bakr and Sheikh Luqman made it clear that a "round table with Iran and Baghdad" was out of reach. And the wounds are also too deep for the soldiers: they lost good friends, brothers, relatives in October during the terrible attacks. And yet: Nobody has an alternative at a round table. The generals push the ball to the politicians; those think that the advice of the generals is decisive!

 

Maybe Switzerland can also make useful use of its diplomatic services here ...

khaima will continue its visits and talks.

 


Es kommt ein Schiff geladen… THERE COMES A SHIP A’LADEN…

Die chaldäische Kirche


Zerstörte Brücken


Das Dach des ehemaligen Einkaufszentrums als Richtstätte

Segen und Fluch in Mossul - weshalb Hilfe Not tut!

 

von Andreas Goerlich, Projektleiter vor Ort

 

Der erste Anblick in der Innenstadt von Mossul lässt aufhorchen: Eine Kirche, bestehend aus alten braunen und neuen weissen Mauern, bietet nach dem Massaker von ISIS einen überraschenden Anblick: SCHIFF heisst diese chaldäische Kirche, deren Aussenmauern bestehen blieben und deren zerstörter Innenraum frisch renoviert wurde (siehe Bild).

 

Die Fahrt über eine der zerstörten Brücken, die durch eine Metallkonstruktion notdürftig geflickt wurde, eröffnet den Blick auf die zerbombte Altstadt. Nicht nur 300 Schulen wurden fast vollkommen zerstört, auch die Häuser, Wasserleitungen und Stromkabel liegen quer und einsam in der Landschaft. Aber selbst in Ruinen haben die Bewohnenden von Mossul einen kleinen Markt (Bazar) eingerichtet, was für die arabische Kultur so viel wie LEBEN bedeutet.

 

Fährt man an dem grössten Einkaufszentrum vorbei, sieht man die Menschen ihr Gesicht verhüllen. Hier wurden über zwei Jahre lang die «Verurteilten» vom Dachstock in die Tiefe gestossen – keiner überlebte… Die verwesenden Körper liess man zur Abschreckung dort liegen; Bestattung durfte für solche Menschen kein Thema sein.

Blessing and curse in Mosul. Which is why help is needed

 

From Andreas Goerlich, Local manager

 

The first sight in downtown Mossul makes one look and take notice: A church, consisting of old brown and new white walls, offers a surprising sight after the ISIS massacre: SHIP is the name of this Chaldean church whose outer walls have remained intact and whose destroyed interior has been recently renovated (see image).

 

 

The drive over one of the destroyed bridges, which was patched by a metal construction, opens the view of the bombed old town. Not only 300 schools were almost completely destroyed, but also the houses, water pipes and power cables are scattered and lonely in the landscape. But even in ruins, the inhabitants of Mosul have set up a small market (bazaar), which means for the Arab culture as much as LIFE.

 

 

 

If you drive past the largest shopping center, you can see people covering their faces. Here, for more than two years, the "convicts" were pushed down from the attic floor - no one survived ... The decaying bodies were left there as a deterrent; Burial was not allowed to be an issue for such people.



Eine von rund 300 zerstörten Schulen

Andreas Goerlich und der örtliche Schulmanager (ganz links)

Alle Bilder: khaima


Beim Augenschein einer grossen zerstörten Schule erzählt der Schulmanager: «Badgad will die Schule vielleicht in 3-4 Jahren wieder aufbauen. Wenn wir Zelte oder Container zum Unterricht aufstellen würden, gäbe es gar keine Renovation». Und leise fügt er die eigentliche Katastrophe bei: «Stellen Sie sich vor, dass in den Kinderköpfen 3-4 Jahre nur Gedanken der ISIS bleiben, was haben wir dann für eine Gesellschaft»?!

 

Traurig sieht auch das Budget des Irak aus für das Jahr 2018 aus - trotz der zurückgewonnenen Ölfelder von Kirkuk. Obwohl Mossul 11% der Bevölkerung stellt und eine halbe Million wieder dort wohnen, hat das Parlament nur ein Budget von 0,7% des Staatshaushaltes für Mossul vorgesehen – eine schiitische Ohrfeige für das immer noch sunnitische Mossul. Man hat zwar die Stadt zurückerobert, aber die Versöhnungs-Hausaufgaben nicht gemacht…

 

«Die Europäer helfen uns nicht, sie denken noch immer, dass wir eine ISIS Stadt sind. Was haben wir für Möglichkeiten? Die nächste radikale Gruppe wird sicher kommen»…

 

Auf der Fahrt zurück zeigt ein Weihnachtsstern gen Abendhimmel. Die ausgebombte Kirche ist zwar noch immer Hauptsitz des NSS IRAQ (Nationalen Sicherheits Service), aber ein Stern zeigt ganz klar: «Das isch dä Schtärn vo Bethlehem…»

At the inspection of a large destroyed school, the school manager says: "Bagdad wants to rebuild the school in 3-4 years. If we put tents or containers to guarantee the lessons, there would be no renovation ». And quietly he adds the real disaster: "Imagine, that in the children's minds 3-4 years remain only thoughts of ISIS, what kind of society will we have then?"

 

 

 

Sadly, Iraq's budget also looks set for 2018 - despite the Kirkuk oilfields recovered - although Mosul represents 11% of the population and half a million people live there, Parliament has a budget of just 0.7% of the population State budget for Mosul - a Shiite slap for the still Sunni Mosul. The town was recaptured, but the reconciliation homework was not done ...

 

 

 

 

 

"The Europeans do not help us, they still think that we are an ISIS city. What do we have for possibilities? The next radical group will come for sure »...

 

 

On the way back a big start appears at a building on the evening sky. The bombed-out church is still the headquarters of the NSS IRAQ (National Security Service), but one star clearly states, "This is the star of Bethlehem ...»


Bildung als effektivste Massnahme

 Kinder können wieder die Schule besuchen. Children can return to school.

Kinder und Jugendliche wurden mit Fassbomben oder Säure entstellt, wenn sie sich gegen Vergewaltigung oder die IS stellten.

Children and adolescents were disfigured with barrel bombs or acid if they were against rape of ISIS.

Alle Hauptbrücken über den Tigris hat die IS in Mossul gesprengt.

All the main bridges across the Tigris have been exploding by ISIS in Mosul.

Reste von Autos von Selbstmordattentätern sieht man überall. Remains of cars of suicide bombers can be seen everywhere.

IS Gebäude wurden beim Alliiertenangriff zerstört. ISIS buildings were destroyed during the allies attack.

Die Frauenuniversität wurde zerstört. Frauen «sollen nicht studieren» nach IS. The women's university was destroyed. Women should "not study" according to ISIS.

Mossul ist in Teilen bereits wieder eine pulsierende Stadt.

Alle Bilder: khaima Mossul is particulary again a pulsating city.

all pictures: khaima

Bildung ist die beste "Waffe" gegen das Gedankengut des "IS"

 

Von Andreas Goerlich, Projektleiter vor Ort

 

Über das Engagement von khaima in Mossul

 

Ende September besuchte ich die Stadt Mossul. Erlaubt ist es bisher nur, auf der «linken Seite» herum zu fahren. Die Altstadt ist zum Teil noch vermint und daher gesperrt.

200'000 Menschen leben offenbar schon wieder dort, ich stehe an der Ampel bereits im Stau.

 

Die Frauenuniversität ist seit 2 Jahren zerbombt, weil nach IS «Frauen ins Bett und an den Herd gehören». Bei den Männern hat das Studium bereits angefangen, auch Jesiden, die ein Stipendium für den Irak haben, müssen «in die Höhle des Löwen»…

 

Die Brücken sind alle zerstört, nur eine Militärbrücke erlaubt die Überquerung des Tigris. Menschen, die gegen den IS waren oder Kinder, die sich gegen Brutalität wehrten, wurden mit Säure entstellt.

 

Und die Armut ist ein Begleitthema für jeden Familienbesuch.

 

In der Al Maarib Schule und der Aroos-al Sahraa Schule hat unser Partner «FOR YOU» zwei weitere Schulzimmer aufgestellt, damit möglichst viele Schulklassen in Mossul wieder in die Schule können, Dafür hat die Regierung kein Geld, so unterstützen wir durch Schultasche und Unterrichtsmaterialien das Projekt, um mit Bildung der IS-Vergangenheit erfolgreich entgegentreten zu können.

 

Im Dezember ist ein weiteres Projekt in Mossul geplant. 

Education is the best weapon against ISIS

 

From Andreas Goerlich, Local manager

 

The commitment of Khaima in Mossul

 

At the end of September I visited the city of Mosul. It is only allowed to drive around on the "left side". The old town is partly still mined and therefore locked.

200,000 peoples are assumed to live there again, I am at the traffic light already in the traffic jam.

 

The women's university has been bombed for two years, because according to ISIS "women belong to bed and to kitchen". In the case of the men, the study has already begun, also Jesidis, who have a scholarship for Iraq, must "enter the cave of the lion" ...

 

The bridges are all destroyed, only a military bridge allows the crossing of the Tigris. People who were against the ISIS or children who were resisting brutality were distorted with acid.

 

 

And poverty is a companion for every family visit.

 

In the Al Maarib school and the Aroos-al Sahraa school, our partner "FOR YOU" has set up 2 more schoolrooms so that as many school classes as possible can return to school in Mosul. Because the government has no money, we support by KHAIMA school bags and teaching material for the project; with education and school the formation of the past IS can successfully be countered.

 

 

In December, another project is planned in Mossul.


Kleine Hilfe - grosse Wirkung

Der Raum dient tagsüber als Laden, nachts als Schlafzimmer.

Von Andreas Goerlich, Projektleiter vor Ort:

 

Diese Familie kam nach Jamboree, nahe des syrischen Flüchtlingscamps Fayda; wie viele Familien, konnten sie nicht mehr im Flüchtlingscamps Platz finden.

 

Die vielköpfige Familie konnte weder Miete noch Gasflaschen für das Feuer in ihrer «Steinunterkunft» bezahlen. 

 

khaima half ihnen über das sogenannte «New Steps»-Programm, einen Laden in einem ihrer Zimmer einzurichten: tagsüber Laden, abends Schlafzimmer.

Nun haben sie so viel Kundschaft, dass sie einen Kühlschrank benötigen, um Getränke verkaufen zu können…

From Andreas Goerlich, Local manager

 

This family came to Jamboree, near the Syrian refugee camp Fayda; like many families, they could no longer be found a place in the refugee camps.

 

The many-headed family could not pay rent or gas bottles for the fire in their "stone accommodation".

 

 

khaima helped them to set up a shop in one of their rooms through the "New Steps" program: during the day it was a shop, in the evenings, it was the bedroom.

 

Now they have so much customers that they need a refrigerator to also sell drinks ...



Andreas Goerlich (zweiter von links) mit jungen Kurden am Wiederentdecken lokaler Schönheit.

Alle Bilder: khaima

Diese jungen Männer sind Kurden, aber wenn sie nicht entdecken, was ihr Land wertvoll macht, wollen sie nach Europa fliehen. Daher ist es wichtig, mit ihnen ihr Land neu zu entdecken. 50 km von Dohuk ist ein Naturfluss zum Baden. Für mich war es faszinierend -für die jungen Erwachsenen ein «Wiederentdecken».

Wunderbare Momente!

They are young Kurds, but if they do not discover what makes their country valuable, they want to flee to Europe. Therefore, it is important to re-discover their land with them. 50 km from Dohuk there is a natural river for bathing. For me, it was fascinating, for them great to "rediscover" the place – for the young adults.

 

Wonderful moments!!!!!



Andreas Goerlich Pfr. (Abuna/Qasha)

CAPNI and Khaima

Oriental cultural institute

Masike / Dohuk / Iraq

0(0964)751 / 515 64 55

andreas.goerlich@zh.ref.ch

www.khaima.ch / www.capni-iraq.org

Übrigens: 

 

Bis 2.12. macht Andreas Goerlich, Einsatzleiter vor Ort, Dienst in der Erlenbacher Kirche im Kanton Zürich, Schweiz.

Danach ist er wieder für 7 Monate (bis Ende Juni 2018) in Kurdistan, Dohuk zu Hause.

 

 

Wer sich für die Zeit danach als «Einsatzleiter / in vor Ort» bewerben möchte, darf sich gerne an unseren Kontakt wenden.


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"news steps" - neues Projekt für konkrete Hilfe

Die Camps sind voll - darum müssen die Geflüchteten in Garagen oder ehemaligen Werkstätten wohnen... The camps are full - so the refugees have to live or survive in garages, former workshops or old tents

Konkrete medizinische oder psychologische Hilfe, um den Alltag meistern zu können.

Alle Bilder: khaima Medical or psychological assistance to overcome the eyeryday life  

all pictures: khaima

Von Andreas Goerlich, Projektleiter vor Ort:

 

Das «jüngste Kind» in der khaima-Familie trägt als Projekt den Namen «new steps» (neue Schritte).

Mit einem überschaubar schmalen Budget können enorm grosse Wirkungen erzielt werden. Menschen, die aus Mossul Richtung Dohuk flüchten, erhalten keinen Platz mehr in den überfüllten Camps (neue syrische Flüchtlingsfamilien ebenfalls nicht).

 

Sie wohnen in Garagen, ehemaligen Werkstätten oder alten Zelten. Weil sie nicht ins Camp hineinkommen, werden sie nicht registriert und erhalten keine Medikamente oder Unterstützung.

 

khaima und SOSD helfen gemeinsam solchen Familien, neue Schritte zu wagen:

  • den behinderten Kindern einen elektrischen Rollstuhl
  • den Menschen ohne Einkommen ein Büro oder Startkapital für die Arbeit
  • Medikamente oder Unterstützung bei Arztbesuchen
  • psychologische Hilfe
  • Nähmaschinen als Grundlage zum Gelderwerb

 

Über solche Hilfen sind nicht nur die Familien froh – auch die UNHCR oder UNICEF sind glücklich, dass diese Menschen nicht auffällig oder gewalttätig werden, weil sie weder an Geld oder an Hilfen kommen.

 

Die Hilfe geschieht erst nach dem in Kurdistan bekannten «khaima-Dreischritt»:

  1. Sehen
  2. Diskutieren
  3. Entscheiden

Zuerst werden die Familien besucht, ihre Hilfsbedürftigkeit abgeklärt und dann mit den Familien entschieden, wie ihnen am wirksamsten geholfen werden kann.

Dank der guten Spendenlage können wir im Augenblick vielen Familien helfen.

From Andreas Goerlich - Leader of the local projects

 

New steps - what are these "new steps"?

The "youngest child" in the khaima family carries the name "new steps" as a project.

With a manageable budget, enormous impact can be achieved. People who are fleeing from Mossul to Dohuk will not get any more space in the crowded camps (new Syrian refugee families as well).

 

They live in garages, former workshops or old tents. Because they have not entered the camp, they are not registered and receive no medication or support.

 

 

khaima and SOSD are helping these families to take new steps:

 

  • the disabled children an electric wheelchair
  • the people without income an office or starting capital for work
  • medication or assistance with doctor's visits
  • psychological assistance
  • sewing machines as a base for a small income

 

 

Not only the families are  happy about such aid - UNHCR or UNICEF are also happy that these people will not be conspicuous or violent because they do not come from money or aid.

 

 

The help takes place only after the "hhaima three step" known in Kurdistan:

  1. donsider
  2. evaluate
  3. descide

At first the families are visited, their needs are clarified, and then the families decide how to be most effective.

 

Thanks to the good donation situation we can help many families at the moment.


Eigene Werkstatt aufbauen

Werkstatt und Laden

 

Von Andreas Goerlich, Projektleiter vor Ort:

 

Khaima und SODS (shingal organization for social development) helfen verarmten Flüchtlingsfamilien, ihre eigene Existenz wieder aufzubauen. Zwar im Kleinen, aber immerhin. Oder abgegebene Lebensmittel ermöglichen einen "Neustart".

 

Ob eine eigene Werkstatt oder ein kleiner Laden - wer sich selber wieder versorgen kann, hilft nicht bloss der eigenen Familie.

 

Es stärkt auch das Selbstbewusstsein und die Hoffnung, nicht für immer hilflos oder abhängig zu sein.


So schön, wenn der Ball im Netz zappelt!

Wie Jugendliche aus Mossul ihr Leben zurückerobern

 

Von Andreas Goerlich, Projektleiter vor Ort:

 

«Du könntest ruhig einen Pass geben», ruft Ahmad und schüttelt den Kopf. Gerade hat Ibrahim den Ball weit am Tor vorbeigeschossen.

Die Situation scheint alltäglich, alleine die Szenerie ist eine total andere: Ibrahim und Ahmad spielen auf einem selbst erstellten Fussballfeld im Screening Camp Qaymawa.

 

Dort versucht KHAIMA, Jugendliche und Kinder zu unterstützen, ihren Weg nach der Flucht aus Mossul wieder zu finden. Traumatisierte Kinder und

Jugendliche haben es schwer, «Pläne zu machen», daher lassen wir die Jugendlichen planen: Ihr Fussballfeld, ihr Turnier, die Mannschaften den Spielplan, die Preise.

 

Den meisten macht es Spass zu organisieren. Zaghaft fragen sie Khaima, ob ein Netz auch noch im Budget liegen würde… «Wissen Sie, es ist so schön, wenn der Ball im Netz zappelt»!


Alle Bilder: khaima

Die jungen Damen sind ganz traditionell in Mossul erzögen worden.

Süssigkeiten zubereiten, kochen, das ist ihr Metier – obwohl über 50% gerne auch Fussball spielen würden.

 

Manchmal sieht man begeisterte Gesichter (sie wollen sich nie fotografieren lassen), andere Male stehen sie planlos mit der Schüssel da und wissen nicht, was nun der nächste Schritt ist.

 

Das Leben zurückerobern Stück für Stück. Eine grosse Herausforderung für die Entkommenen. Und ein Geschenk, das sie auch mit uns teilen, hoffnungsvoll.


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The LEGO and the toys arrived at Qaymawa camp

Lego, Duplo und psychologische Begleitung

Von Andreas Goerlich, Projektleiter vor Ort:

 

Letzten Mittwoch kamen sie in Dohuk an: 3 grosse, je 47kg schwere Kisten: KHAIMA stand auf jeder Seite…
Pfungen und Winterhur haben LEGO, DUPLO,, Teddies und Spielsachen oder ein Memory Spiel für das screening camp Qaymawa (30 km von Mossul entfernt) gesammelt.

 

Am Sonntag, 2. April, ist das grosse Projekt gestartet: Wir helfen unserem Partner, VOP, Anlässe zu organisieren, Programme zu machen. Zusätzch hilft uns ein Psychologe aus dem geschlossenes Camp.

 

Und alle Menschen kommen von Mossul und wurden höchst wahrscheinlich 2 Jahre lang einer Gehirnwäsche unterzogen…

 

Der Psychologe wird die Kinder beobachten, während sie mit den Spielsachen aus der Schweiz spielen. Und er wird fähig sei, zu spüren und einzugreifen, wo Abweichungen bei den Kindern feststellbar sind…


DANKE FÜR ALLE IHRE GABEN UND BEITRÄGE!!!

Andreas Goerlich local

project-leader:

 

Last Wednesday the three big 47 kg boxes arrived at Dohuk : KHAIMA on each side…

 

Pfungen and Winterthur collected LEGO, DUPLO, Teddys ad toys or Memory for the screening center in QAYMAWA (30 km from Mosul)

 

 

 

On Sunday, 2nd of April, the big Project started: Helping our partner, VOP, to make events, programs and psychological work in this camp that is aclosed «screening camp», because all the people came from Mosul, 2 years in the hands of ISIS and probably brainwashed…

 

 

 

psychologist will monitor the children, playing with Swiss toys, and help there to determine where abnormalities in the children are.

 

 

 

 

THANK YOU FOR ALL YOUR DONATIONS!!!


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Mossul bleibt für viele DIE Heimat

The bigger part of refugees will stay in Mossul

Refugees · Mossul · homeland · staying · arabic · Sunnis

Eindrücke von unserer Reise nach Gog Tschalil (Stadtgrenze von Mossul) Alle Bilder: khaima

Impressions of our trip to Gog Tschalil (city limits of Mosul)
All images: khaima

Von Andreas Goerlich, Projektleiter vor Ort:

 

Der grössere Teil der Flüchtlinge bleibt in Mossul.  Denn eigentlich ist es klar: Mossul (früher Ninive) ist und bleibt die zweitgrösste Stadt des Irak. Und über 90% der Bewohnenden waren und sind arabische Sunniten. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Und die Jesiden und Christen werden wohl kaum hierher zurückkehren.

 

Also werden die arabischen Sunniten nicht in eines der Flüchtlingscamps rund um Mossul flüchten, wo sie wissen, dass sie gescreent (abgesucht) werden und aus den Camps nicht so schnell raus dürfen (aus Angst, sie könnten Gehirnwäsche erhalten haben unter dem IS).

 

Zudem können Sie, wenn sie in Mossul bleiben, ihren Besitz behalten (oder vergrössern, wenn die Nachbarn schon länger weg sind).

 

So war es nicht verwunderlich, dass wir bei unserem Besuch in Gog Tschalil (Stadtgrenze von Mossul, vgl. nebenstehende Bilder) im frisch befreiten Gebiet Menschen sahen, die von der UNHCR Nahrung und Wasser holten und genau dort blieben, wo sie vor der Eroberung schon lebten…

Es scheint sie nicht gross zu kümmern, dass es ringsum  knallt, brennt, Panzer vorbeifahren und durch den Matsch Lastwagen sich durchfräsen.

 

Sie hatten vorher nicht viel zu erwarten, sie werden auch jetzt nicht viel brauchen. Und «das Camp kommt zu ihnen», wenn sie nicht ins Camp gehen…

By Andreas Goerlich, project manager on site:

 

It seems clear and logical:

Mossul (former Niniveh) is and will stay the second largest City of Iraq. Over 90% of the inhabitants were and are still arab sunnis. This will not change in the future. The Yazidis and Christians probably won’t come back here.

 

 

 

So it seems reasonable that the arab sunnis won’t go to one of the camps around Mossul, where they know, they will be carefully screened and cannot leave the camp for a longer time (because there is the fear they got brainwashed in these two years under ISIS).

 

Additional to hat they can keep their belongings, the soil and houses, if they stay, maybe even more space from neighbours that left a long time ago.

 

So we were not surprised to see at our visit to Gog Tschalil (city limit of Mossul) many people staying there shortly after the liberation and receiving water and food supply from UNHCR; they stay exactly there where they have already been before the liberation through the iraqi army…

 

They do not seem to care about the sound of gunmachines, bombs, they are not worried because oft he fire, tanks or if it pops and yells, or the trucking through the mud.

 

They didnt expect much before, so they will not need much now. And the camp comes to them, if they don’t go to a camp …


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