Nähen als Trauerarbeit

Von Andreas Goerlich, Projektleiter vor Ort:

 

Chamischko ist eines der grössten Camps im Nordirak mit an die 13 000 Bewohnenden jesidischer Herkunft (IDP) und muslimischer Flüchtlinge.

Dazu kommen noch ein paar christliche Familien (die meisten sind in den Kirchgemeinden Zahko’s untergekommen).

 

Das Projekt, das die Landeskirche des Kantons Zürich mitfinanziert hat, war auf 20 Witwen zugeschnitten, die durch das Auffrischen oder Erlernen von Schneiderinnen-/ Nähkünsten ihren Lebensunterhalt damit verdienen könnten, weil sie nun die Nähmaschinen geschenkt bekamen.

Es kam nicht nur das Geld herein und der Stolz zurück, die gemeinsame Ausbildungszeit gab auch Möglichkeit zur Trauerarbeit. Denn die andern Witwen hatten «genau dasselbe» erlebt.

 

 

 

 

alle Bilder: khaima

Den Ärmsten im Camp haben wir einen Karton geschneiderter Kleider verschenkt…

Manche unter den Frauen haben nun ein Schild «Kleider günstig zu erwerben» auf das Zelt gemalt, andere haben ihren festen Kreis, aber nach unserem Besuch heute (bei allen Witwen) haben wir beschlossen, einen kleinen weiteren Kurs über «Marketing, Zusammenarbeit und Verkauf» anzubieten, damit die Begeisterung weiter anhält. So gibt es ein kleineres Folgeprojekt.

Alle Frauen sind SEHR dankbar und lassen herzlich grüssen.

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